Mehr als ‚einfach nur Werbung‘ – Storrytelling

oder, wie aus einer Idee, einem kleinen Werbeprojekt, Storrytelling werden kann.

Eins Vorweg:

In fast allen Bereichen unseres alltäglichen Lebens werden wir mit Werbung der verschiedensten Art regelrecht bombardiert. In der Regel mit dem ‚Versprechen‘, dass, wenn wir das beworbene Produkt kaufen oder die beworbene Dienstleistung in Anspruch nehmen, unser Leben ein Stück weit angenehmer, komfortabler, ja ‚besser‘ wird. Oftmals erliegen wird der Versuchung, und greifen zu. Ungeachtet dessen, dass es auch regionale Anbieter vergleichbarer Produkte oder Dienstleistungen gibt, von denen wir unter Umständen nicht einmal wussten, dass es sie in unserer unmittelbaren Umgebung gibt.

Und hier setzt das, ich nenne es mal ‚Projekt‘ „Mehr als einfach nur Werbung…“, an. Nichts wirklich Neues oder gar Besonderes.

Worum geht es?

Aufgrund eines Posts, in einer Facebook-Gruppe, in der ‚herkömmliche Werbung‘ eher nicht gewünscht ist, jedoch immer mal wieder vor kommt, kam mir der Gedanke, es einmal anders machen zu wollen. Eine Geschichte erzählen – also Storrytelling, wie es in den Sozialen Netzwerken genannt wir. Eine Geschichte, in der FB-Gruppe geteilt, die von einem Produkt, einer Dienstleistung erzählt, und somit Anbietern und (potentiellen) Nutzern gleichermaßen einen Mehrwert bietet.

Das Thema – zeitlich passend – „Festgarderobe für Jugendweihe oder Konfirmation“.


Im besagten ‚Werbe-Post‘ sollten die Mitglieder der Gruppe auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht werden, dass sie die festliche Garderobe für ihre Kinder, die in den kommenden Tagen oder Wochen Jugendweihe oder Konfirmation feiern, auch leihen statt kaufen können. Besonders interessant unter den Gesichtspunkten, dass man diese Garderobe womöglich nur einmal im Leben trägt und ein Kauf oftmals die finanziellen Möglichkeiten übersteigen.

Die Geschichte zum Projekt

Fotoshooting zum Thema „Festgarderobe für Jugendweihe oder Konfirmation“

In kürzester Zeit hieß es, ‚passende‘ Models, eine/n Fotograf/in, Visagist/in oder MakeUp-Artist und ein wenig Dekoration zu finden und zu organisieren, denn einigen Ortes fanden bereits Jugendweihefeiern statt. Räumlichkeiten und Garderobe standen zur Verfügung.

Die im Ort ansässige Fotografin konnte für das Projekt begeistert werden und auch eine Gärtnerei, die ein paar Handsträuße und weitere Dekoration beisteuerte, war auch schnell gefunden.

Erwartungsvolle Blicke

Erwartungsvolle Blicke…

Um zum Thema passende Modelle zu finden, war die Antwort die Frage: „Wo finden wir diese?“ natürlich schnell beantwortet. Klar, in Schulen. Ein Infoblatt, mit einem Aufruf, sich an einem Fotoshooting beteiligen zu können, wurde angefertigt und an den im Ort befindlichen Schulen verteilt. Es gab, sicher der kurzen Vorlaufzeit geschuldet, nur 3 Rückmeldung. Aber immerhin. Ein zusätzlicher Aufruf im Web, weitere, möglichst auch männliche, Models, zu finden, war auch erfolgreich.

Im Zuge der Vorbereitungen stellten wir fest, dass es um ‚mehr als nur die Werbung‘ für Produkte oder Dienstleitungen ging.

Denn neben der Möglichkeit, sich Festgarderobe ausleihen zu können, konnten die Schüler/innen auch einen Blick hinter die Kulissen eines professionellen Fotoshootings, bei dem sie sogar ein Teil davon waren, werfen, die Berufe Fotograf/in und Visagist/in bzw. MakeUp-Artist näher kennen lernen und sich dadurch eventuell sogar über ein Praktikum für einen der Berufe als Model, Fotograf/in, Visagist/in, MakeUp-Artist oder Florist/in zu begeistern. Von der Steigerung des Selbstbewusstseins ganz abgesehen!

Details_BWD_Mai 2017_012_Da das Fotoshooting auf TFP-Basis (Time for Print/Picture – alle Beteiligten ‚opfern‘ Zeit/Materialien für die daraus entstehenden Bilder) stattfand, wurden in der Vorbereitung auch entsprechende Verträge ausgearbeitet und im Vorfeld verschickt, um alle wichtigen Punkte auch mit den Eltern der Schüler/innen klären zu können.

Nur 1 ½ Wochen nach dem ersten Gedanken, am Tag des Shootings, waren vermutlich alle ein wenig aufgeregt oder nervös. Aber das Ergebnis, mit dem hoffentlich alle zufrieden sind, entschädigt für den Stress, den Aufwand und auch für die eine oder andere Unwegsamkeit. Und mal ehrlich, das Ergebnis kann sich doch sehen lassen oder?!

Mir bleibt nur, allen Beteiligten ein großes und herzliches Dankeschön auszusprechen. Denn ohne das Mitwirken aller, wäre dieses Projekt gar nicht erst zu einem Projekt geworden!


Zugegeben, ich bin zwar (noch) nicht der beste Storryteller, aber ein Anfang ist gemacht. Aber ich sehe dieses als eine Art Pilotprojekt an, dass zum einen hoffentlich eine Fortsetzung findet und zum anderen auch Anregung zur Nachahmung ist. Kommentare, Anregungen und natürlich auch Kritik sind gern gesehen…


Besonderer Dank gilt, auch wenn an diesem Projekt gänzlich unbeteiligt, u.a. Dr. Tanja Praske, Karin Janner, Annette Schwindt, Dr. Kerstin Hoffmann, Christian Henner-Fehr, Dr. Christian Gries, Christoph Deeg und unzähligen anderen, deren Blogbeiträge, überwiegend im Kultur- und Kulturmarketingbereich, einen unschätzbaren ‚Fundus‘ für meine Ideen und meine Arbeit darstellen.
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